Hands-On History! Interdisziplinäre Erschließung des materiellen Kulturguts der TU Braunschweig
In der Lehrveranstaltung „Hands-On History!“ setzen sich Studierende mit der Wissenschafts- und Technikgeschichte der Technische Universität Braunschweig auseinander. Im Rahmen projektorientierter Arbeit erschließen sie drei universitäre Sammlungen: die „Messtechnische Sammlung“ des Instituts für Geodäsie und Photogrammetrie, das „Technische Museum“ sowie die „Lehrkartensammlung“ des Instituts für Geschichtswissenschaft. Ziel ist es, diese Bestände fachgerecht zu sichern, systematisch zu inventarisieren und langfristig für Forschung, Lehre und Öffentlichkeit zu bewahren.
Das materielle Erbe der TU Braunschweig ist seit ihrer Gründung vor rund 280 Jahren kontinuierlich gewachsen. Ein zentrales Anliegen besteht darin, sowohl künstlerische, wissenschaftliche und technische Einzelobjekte als auch umfangreiche Sammlungsbestände systematisch zu erschließen. Das Spektrum der überlieferten Objekte ist breit gefächert und reicht von technischen Artefakten, physikalischen, mathematischen und architektonischen Modellen über mechanische Versuchsaufbauten, ingenieurtechnische Prototypen, Werkstoffe und Gesteinsproben bis hin zu Elektromaschinen und historischer Rechentechnik. Ergänzt werden diese Bestände durch Archiv- und Bibliothekssammlungen, Lehrtafeln und Kartenmaterial, Fotografien und Gemälde, Skulpturen sowie Gebäude. Auf Grundlage dieser Objekte und Sammlungen lassen sich durch interdisziplinäre Fragestellungen neue wissenschaftliche Erkenntnisse generieren. Universitätssammlungen stellen somit eine zentrale Ressource für Forschung, Lehre und Wissenstransfer dar.
Diese Impact Learning Lehrveranstaltung bietet grundlegende Einblicke in die praktische Arbeit mit universitären Sammlungen, in museologische Arbeitsweisen sowie in Methoden der sammlungsbezogenen Forschung und objektbasierten Lehre. Die Teilnehmenden sind unmittelbar an der Sichtbarmachung und grundlegenden Erschließung von Objekten und Sammlungen beteiligt, um deren nachhaltige Integration in Forschung und Lehre zu gewährleisten und sie zugleich für den Austausch mit einer breiteren Öffentlichkeit aufzubereiten.
Bildnachweis: Clemens Janke / TU Braunschweig


































